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Wonder Woman

Veröffentlicht am: 4th Mai, 2009

Im Zuge der momentanen Welle der Superhelden-Verfilmungen schickt Warner Brothers Germany nun mit dem Zeichentrickfilm Wonder Woman einen weiteren Kandidaten ins Rennen. Der animierte Film über die Amazonenkriegerin gehört zu der Reihe DC Animated Original Movies und erscheint hier zu Lande, ebenso wie in den USA, direct-to-dvd.

Seit Jahrhunderten lebt die Amazone  Diana mit ihren Kriegerinnen auf einer von der Aussenwelt abgeschnittenen Insel, um sich vor der bösen Männerwelt fernzuhalten.  Das idyllische Leben gerät ins Wanken, als eines Tages der eingebildete Kampfjetpilot Steve Trevor auf der Insel notlandet. Als dann auch noch ihr Gefangener, der böse Kriegsgott Ares,  aus seinem Verlies in die Zivilisation flüchtet, muss sich Diana ihrem Schicksal stellen. Sie verlässt die Insel um mit Steves Hilfe, die Ares Pläne zu vereiteln.

Dieser Plot, der von Regisseur Lauren Montgomery in Szene gesetzt wird, zeigt die ursprüngliche Entstehungsgeschichte von DC’s ältester Superheldin. Wer mit ihrer Geschichte nicht vertraut ist, wird allerdings kein Problem damit haben den Fortlauf der Geschichte stets vorauszuahnen.  Da die Filme aus der Animated Orignal Serie stets auf 75 Minuten Lauflänge beschränkt sind, schreitet die Story in zügigem Tempo von Kampf zu Kampf. Möglicherweise hätten ein paar mehr Minuten dem Film Zeit gegeben, um den Zuschauer etwas mehr in die Charaktere einzuführen. So hat der Film wenig Tiefe. Die Liebesstory läuft so nebenei ab, genauso wie der Tod von Dianas Schwester. Den schon kommt der Kampf mit einem Ungetüm das von irgendwoher in New Yorks Straßen auftaucht. Die Geschwindigkeit des actiongeladenen Trickfilms führt auch dazu, das einige dumme Logikfehler auftreten. Wieso besitzen die Amazonen auf ihrer antiken Insel unsichtbare Kampfjets und Abwehrraketen? Wieso braucht Steve im finalen Kampf, welcher sich in Washington D.C. abspielt, nur eine Minute um bis zur Amazoneninsel im Mittelmeer zu fliegen? Vielleicht hätte man ein paar Filmminuten dazu verwenden sollen, dem Zuschauer eine halbwegs glaubhafte Story zu vermitteln, auch wenn das Ganze auf einem Comic basiert.

Das peinlichste im Film sind allerdings die plumpen Witze die eingebaut wurden. Ich kann mir durchaus vorstellen, das in der englischen Originalversion die Scherze durchaus zünden und es sich hier schlichtweg um eine schlechte deutsche Synchro handelt.  Man merkt als Zuschauer richtig, wo Stellen eingebaut wurden, welche einem zum schmunzeln anregen sollen. Dies bleibt aber konsequent aus, da jegliche Scherze so plump daherkommen, das einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

Wonder Woman ist für einen Direct-to-DVD Zeichentrick gut animiert, lässt einen aber nicht erstaunen. Die Geschichte bringt nicht viel mehr als actionreiche Kämpfe und Schlachten mit bösen Unterweltlern mit sich. Dazu kommen stumpfe Jokes und einige Logikfehler. Das ganze ist sicher nur für wahre Comicnerds interessant, da es für das jüngere Publikum doch etwas brutal zugeht. Geschrieben von Daniel Reich

Fazit: Sollte man nur gesehen haben, wenn man sich als eingefleischter Comicnerd tituliert.




Filminformation
Film: Wonder Woman
Regisseur: Lauren Montgomery
Premierendatum: 3 March 2009 (USA) / Andere Länder
Genre: Animation | Fantasy | Sci-Fi
Ergänzender Untertitel: Courageous Princess. Fierce Warrior. Legendary Superhero.
Lauflänge: 74
Schauspieler: Keri Russell, Nathan Fillion, Alfred Molina, Rosario Dawson, Marg Helgenberger

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    1. David sagt:

      Die Wonder Woman scheint sehr gut zu sein.Echt geil!Ich bin schon ungeduldig,muss den Film unbedingt sehen.Bin mal gespannt.