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Brian D’Amato – 2012

Veröffentlicht am: 10th Januar, 2010

Der Regisseur Roland Emmerich scheint ja einen Faible für Weltuntergangsfilme zu haben. Nach den Blockbustern ‘Independence Day’ und ‘A Day After Tomorrow’ kommt ab November dieses Jahres das nächste Weltuntergangsszenario ins Kino. Als Vorlage hat sich Emmerich diesmal den Roman ‘2012 – Das Ende aller Zeiten” (OT: ‘In The Curts Of The Sun: The Sacrifice Game’) des amerikanischen Multitalents Brian D’Amato herausgesucht.

Für Jed DeLanda ist das Leben ein Spiel. So wie das mysteriöse Brettspiel, das er von seiner Mutter geerbt hat und mit dessen Hilfe er an der Börse spekuliert. Bis ihm eines Tages die exzentrische Marena Park Bilder von einem alten Maya-Codex zeigt. Die Maya waren besessen von Zahlen, sie spielten das gleiche Spiel wie Jed, aber in einer unvorstellbar größeren Komplexität. Sie berechneten die großen Katastrophen der Menschheit voraus, bis zu dem Tag, an dem alles enden wird: dem 21. Dezember 2012. Während die USA in Chaos und Anarchie versinken, macht sich Jed auf eine fantastische Reise. Er muss zurück in die Zeit, als die Maya noch existierten. Er muss selbst das große Spiel spielen, um zu sehen, ob die Menschheit noch eine Chance hat.

Der 900-Seiten starke Wälzer stellt den Anfang einer Trilogie dar und stürmt nun auch in Deutschland die Bestsellerlisten. Allerdings startet das Buch sehr gemächlich bevor es Spannung aufbaut. Man erfährt auf den ersten 400 Seiten, das der Hauptcharaketer Jed DeLanda auf Aktien spekuliert. Dies tut er auf der Grundlage eines alten Spieles das seine Wurzeln in der Maya-Kultur haben soll. Durch die Protagonistin Marena Park erhält Jed einen Einblick in die Kodierungen der Maya, welche einen Weltuntergang im Jahre 2012 vorraussagen. Hinzu kommt das plötzlich in Disney World unzählige Menschen an einer mysteriösen Krankheit sterben. Außerdem wird man bis zur Genüge mit Gleichungen und Mayadialekten zugeschüttet, die man als Otto-Normal-Leser nicht verstehen kann und einfach überliest.

Im zweiten Teil nimmt ‘2012′ dann aber an Fahrt auf und wird richtig spannend. Unser Held muss den Weltuntergang natürlich verhindern. Mit modernster Technik wird sein Geist in die Zeit der Maya gebeamt. Allerdings verläuft nicht alles optimal. Jeds Geist wird nämlich in die falsche Zielperson befördert. Der zweite Teil des Buches bietet somit beste Unterhaltung für Freunde der Zeitreisen und Abenteuerromane. Die Mayawelt wird sehr stimmungsvoll beschrieben und es bleibt die spannende Frage ob Jed die Welt retten kann. Über das Ende des Buches, welches Raum für Spekulationen und natürlich für die Fortsetzung lässt, kann man streiten. Die Längen am Anfang und der etwas gewöhnungsbedürftige Schreibstil verhindern eine noch höhere Wertung eines sehr spannenden Romans. Geschrieben von Daniel Reich.

Erschienen im Luebbe Verlsg

Fazit: Weltuntergang, Zeitreisen, wissenschaftliche Theorien und Mayakultur. Wer sich dafür interessiert und das Lesen nicht zu schnell aufgibt, wird seinen Spaß an ‘2012′ haben




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