Veröffentlicht am: 7th Mai, 2009
Neben John Hughes’ Brat Pack-Movie “Der Frühstücksclub” (The Breakfast Club) zählt auch sein darauf produzierter Film “Ferris macht blau” (Ferris Bueller’s Day Off) wohl zu den beeindrucksten Teenagerkomödien der Achtziger Jahre. Mit wundervoller Leichtigkeit fängt die Komödie das Lebensgefühl der Zeit ein um gleichzeitig auf charmante Weise dem Zuschauer wichtige Lebensweisheiten nahe zu bringen.
Der überall beliebte Schüler Ferris Bueller (Matthew Broderick) beschließt zum neunten Mal im Schuljahr einen Tag blau zu machen. Mit viel Geschick gaukelt er seinen Eltern eine Krankheit vor und trifft sich kurz darauf mit seinem stets lethargischen Freund Cameron (Alan Ruck). Anch dem sie kurzerhand den Ferrari von Camerons Vater entführen, holen sie noch Ferris’ Freundin Sloane (Mia Sara) ab und beschließen zu dritt einen tollen Tag in Chicago zu verbringen.
Allerdings wittert der Schuldirektor Ed Rooney (Jeffrey Jones), das Ferris mal wieder eine Krankheit vortäuscht. Er will sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen und macht sich kurzerhand persönlich auf die Suche nach dem Schulschwänzer. Auch Ferris Schwester’ ist neidisch auf den beliebten und smarten Bruder. Sie versucht den Eltern endlich zu beweisen, das Ferris ein Schulschwänzer ist und nicht der strebsame Mustersohn.
So einfach die Geschichte auch wirkt, es ist wunderbar mit anzusehen mit welcher Leichtigkeit Ferris den Autoritäten und Problemen auf der Nase herumtanzt. Egal wie weit er geht, stets hat er eine Lösung parat und findet einen Ausweg. Die komischen Einlagen sind eher als sanft zu bezeichnen. Nie wirken sie zu überdreht und unrealistisch, und doch rufen sie immer ein Schmunzeln hervor. Vorallem die tollpatschigen Auftritte des Schuldirektors Rooney bringen einige eindeutige Lacher hervor.
Von Anfang gewinnt die einfache Story durch die Beziehung zwischen Ferris und seinem besten Freund Cameron an Tiefe. Beide könnten unterscheidlicher nicht sein und doch funktionieren sie perfekt im Zusammenspiel. Beide schätzen die Eigenschaften des Anderen und zeigen das eine Freundschaft trotz aller Charakterunterschiede bestehen bleibt. Neben dieser Einsicht ist wohl die eindeutigste Aussage des Films, sein Leben in jedem Augenblick auszukosten. Und damit dies auch jeder Zuschauer mitbekommt, richtet sich Ferris des Öfteren direkt in die Kamera und verbreitet charmant seine Lebensvorstellungen.
John Hughes schafft mit “Ferris macht blau” eine witzige Teenagerkomödie die niemals langweilt und den Zuschauer mitten in die Achtziger Jahre eintauchen lässt. Ein Feelgood-Movie der nicht mit übertriebenen Gags daherkommt, sondern lieber mit einer Prise sinnvoller Lebensweisheiten eines smarten Highschool-Star. Das ganze wird abgerundet durch einen Gastauftritt von Charlie Sheen, einem mitreißendem Soundtrack und einem tollem Abspann. Geschrieben von Daniel Reich
| Filminformation | |
|---|---|
| Film: | Ferris Bueller's Day Off |
| Regisseur: | John Hughes |
| Autor: | John Hughes (written by) |
| Premierendatum: | 18 December 1986 (West Germany) / Andere Länder |
| Genre: | Comedy |
| Ergänzender Untertitel: | While the rest of us were just thinking about it…Ferris borrowed a Ferrari and did it…all in a day. |
| Lauflänge: | 103 |
| Auszeichnungen: | Nominated for Golden Globe. |
| Schauspieler: | Matthew Broderick, Alan Ruck, Mia Sara, Jeffrey Jones, Jennifer Grey … |