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Hangover

Veröffentlicht am: 11th Juni, 2009

Egal wo man momentan hinschaut, die neue Komödie von Todd Phillips heimst durchweg gute Kritiken ein. Extrem hohe Punktzahlen werden in den USA, als auch in der einheimischen Presse vergeben. In Amerika hat der Film sogar Disneys 3D-Hit “Up” an den Kinokassen überholt. Teilweise wird er schon als neuer Kultfilm gehandelt. Die Storyline käme mit mal mit einer frischen Idee, um sich vom Rest des Komödienbreis abzuhenben. Somit ging ich natürlich mit hohen Erwartungen heran… doch schon die gesamte Ausgangssituation kam mir irgendwie bekannt vor…und dann wurde es mir schlagartig bewußt: “Das hast du doch schon mal bei ‘Very Bad Things’ gesehen”.

Doug (Justin Bartha) macht sich auf den Weg von L.A. nach Las Vegas um dort gebührend seinen Abschied vom Jungesellendasein zu feiern. Ihn begleiten seine zwei besten Freunde Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms). Gezwungenermaßen wird auch noch Dougs zukünftiger Schwager Alan (Zach Galifianakis) mitgenommen. Die vier mieten sich in einer pompösen Luxussuite ein und beschliessen einen unvergeßlichen Abend zu verbringen. Auf dem Dach des Hotels nehmen sie den ersten Jägermeister zu sich. Und damit beginnt die ganze Katastrophe.

Am nächsten Morgen tappt ein Tiger durch das total verwüstete Hotelzimmer, ein schreiendes Baby wird im Schrank entdeckt und Doug ist verschwunden. Das größte Problem offenbart sich allerdings erst noch. Keiner hat den Hauch einer Erinnerung was in der letzten Nacht vorgefallen ist. Somit machen sich Phil, Stu und Alan samt Baby auf den Weg den vermissten Doug zu suchen, dem nur noch wenige Stunden bleiben um vor den Traualtar zu treten.

An dieser Stelle wendet sich die Story von “Very Bad Things” zu “Ey Mann, Wo Ist Mein Auto”. Wobei der verschwundene Doug hier das vermisste Auto verkörpert. Es beginnt eine szenenhafte Jagd nach Indizien, die ständig Neues aufwirft und nie wirklich langweilig wird. Egal ob die drei bei der Stripperin Jade (Heather Graham) landen, welche Stu im Suff versehentlich geheiratet hat, oder ob sie versuchen den entführten Tiger zurück in Mike Tysons Villa zu kutschieren. Das ist köstlich anzuschauen und dem Zuschauer deckt sich ein Puzzleteil nach dem anderen auf. Und dieses Tempo hält der Film von einer absurden Szene zur Nächsten durch und zeigt erst gegen Ende kleine Längen auf.

Der größte Vorteil des Filmes liegt allerdings darin, das Phillips (”Road Trip”, “Old School”, “Starsky und Hutch”, “Der Date-Profi”) es schafft, den Humor der Komödie nie zu stark ins slapstickhafte abgeleiten zu lassen. Es wird nicht brachial übertrieben, sondern es wird eher auf clevere witzige Dialoge gesetzt. Und das schafft dem Film einen besonderen Flair, der sich tatsächlich von Hau-Drauf-Comedys von Stiller, Sandler und co. abhebt. Es sind nicht die lauten Lacher, sondern eher das Schmunzel welches einen durchweg durch den Film begleitet. Dies wird vorallem durch den Charakter des Alan erlangt, der als einzges von den vier unbekannten Hauptdarstellern im Gedächtnis bleiben wird.

Somit hat Comedy-Regisseur Todd Phillips neben “Road Trip” wohl sein größtes Highlight geschaffen. Ob der Streifen allerdings Kultstatus erreichen wird bleibt abzuwarten. In Deutschland kommt es da schon auf eine extrem gelungene Synchronisierung an. Bleibt zu hoffen, das wir im bereits angekündigten zweiten Teil, erfahren wo das gottverdammte Huhn herkommt. Geschrieben von Daniel Reich

Fazit: Schön konstruierte Comedy mit tollem Humor, der nie über die Stränge schlägt. Aber schon Kult? Eher nicht.




Filminformation
Film: The Hangover
Regisseur: Todd Phillips
Premierendatum: 23 July 2009 (Germany) / Andere Länder
Genre: Comedy
Ergänzender Untertitel: Feel it June 5
Lauflänge: 100
Schauspieler: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Heather Graham

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  1. Marcel sagt:

    Sehr sehr geiler Film. Coole Story zum totlachen. Was denen so passiert ist echt der Hammer. Selten geworden, dass es so gute Komödien gibt.