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Drag Me To Hell

Veröffentlicht am: 19th Juni, 2009

Woran denken wir heutzutage, wenn wir in einen neuen Horrorfilm gehen? Richtig. Eine Gruppe von Teenagern verläuft sich im Wald. Da ist es schon bemerkenswert, das Altmeister Sam Raimi seinem neuen Gruselfilm eine andere Ausgangssituation verpasst, obwohl er mit “Tanz der Teufel” vor knapp 30 Jahren doch den Grundstein für den Blockhütten-Horror legte. Ob der Umzug vom finsteren Wald mit potenziellen, dumm agierenden Teenieopfern hin zur Einzelkämpferin der Vorstadt sich wirklich bezahlt gemacht hat, bleibt fraglich. Zumal trotzdem die Handlung nicht sonderlich innovativ um die Ecke kommt.

Christine (Alison Lohman) arbeitet in einer kleinen Bank und möchte die Karriereleiter endlich emporsteigen. Um die freigewordene Position des stellvertretenden Filialleiters zu erhalten, versucht sie ihren Chef (David Paymer) zu beeindrucken. Dazu muss sie allerdings etwas mehr im Sinne der Bank handeln. Als eine alte Dame (Lorna Raver) um eine erneute Verlängerung ihres Kredit bittet, lehnt Christine die Anfrage konseqeunt ab. Dadurch zieht sie die Wut der alten Zigeunerin auf sich. Noch am gleichen Abend wartet sie im verlassenen Parkhaus auf Christine, um diese mit einem Fluch zu belegen. Kurz darauf wird die junge Frau von schrecklichen Visionen heimgesucht. Zusammen mit ihrem Freund Ray (Justin Long), versucht Christine den bösen Dämon zu vertreiben, bevor sie in nur drei Tagen in der Hölle landen wird.

Der Film stellt sich als kleines Zwischenspiel für Sam Raimi  dar, bevor der Spiderman-Regisseur zum nächsten Blockbuster ansetzt. Vielleicht wollte er auch seinen alten Fans aus der Horrorfilmszene beweisen, das er es noch kann. Und tatsächlich so scheint es, setzt er bewußt auf seinen Stil der früheren Jahre. Die alte verschrumpelte Dame und die schleimigen Ekeleffekte erinnern stark an das Horrorkino der Achtziger Jahre. Das ist es auch, was viele Fans an diesem Film begeistern wird. Man fühlt sich zurückgesetzt in die Zeit, als man noch nicht alles tausendmal gesehen hat. Bis man merkt, das einem trotzdem nichts Neues geboten wird.

Eine wirklich bedrückende Stimmung will nie wirklich aufkommen. Raimi (’Spider-Man 1-3′, ‘The Gift’, ‘Evil Dead’-Trilogie) der auch das Drehbuch schrieb, beschränkt sich darauf ein paar gezielt gestzte Schockeffekte zu setzen und etwas grünen Schleim rumspucken zu lassen. Aber heute haut das auch keinen mehr vom Hocker. Schon nach dem erstem Schockmoment und dem Kampf zwischen Christine und der alten Zigeunerin, zeigt der Film keine wirkliche Spannungssteigerung. Auch auf die genauere Charakterzeichnung wird kaum wert gelegt. Dem Kinobesucher ist das Schicksal der Hauptdarstellerin letztlich egal. Trotzdem fühlt sich der Zuschauer stets gut unterhalten, da man dieses gewisse “Tanz der Teufel”-Feeling mitgeliefert bekommt. Somit sind einige Anspielungen und Comedyeinlagen ab und zu auszumachen.

Alles in allem, wird kein Horrorfan von “Drag Me To Hell” enttäuscht werden, auch wenn es niemals zum Klassiker wie “Evil Dead” avancieren wird. Man erhält gute Horrorkost, die sich aus dem Einheitsbrei der letzten Jahre im Stil heraushebt. Sam Raimi hat es noch drauf. Er weiß an welcher Stelle er zu schocken vermag. Dies funktioniert auch, nur ist nicht wirklich originell. Sogar den endgültigen Twist kann jeder über eine Meile Entfernung riechen. Geschrieben von Daniel Reich

Fazit: Unterhaltsame Horrorkost, die altbewährtes bietet, aber mit seinem Humor an alte Zeiten erinnern lässt.




Filminformation
Film: Drag Me to Hell
Regisseur: Sam Raimi
Premierendatum: 11 June 2009 (Germany) / Andere Länder
Genre: Horror | Thriller
Ergänzender Untertitel: Christine Brown has a good job, a great boyfriend, and a bright future. But in three days, she's going to hell.
Lauflänge: 99
Schauspieler: Alison Lohman, Justin Long, Lorna Raver, Dileep Rao, David Paymer

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  1. [...] schwingen soll. Überzeugen konnte er durch seine erfolgreichen Filme wie Drag Me To Hell [Kritik lesen], Tanz der Teufel und die Spiderman-Reihe. “We’re pleased to announce that Sam Raimi, [...]